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Südharz


Harzgebiet nördlich von Appenrode Der zum Landkreis Nordhausen gehörende Teil des Südharzes zeichnet sich durch einen hohen Laubwaldanteil aus. Im nördlichen Teil der Region bis zur Kreisgrenze gehen diese Buchenwälder in submontane Fichtenforste über. Typischer Wald im Raufußkautzrevier Das Geländerelief ist durch die tiefen und steilen Kerbtäler mit schmalen Talsohlen sehr unruhig und nur in den Bereichen der Rodungs-inseln relativ ebenflächig.

Die als Dauergrünland genutzten Flächen bei Sophienhof und Rothesütte bilden die einzigen offenen Bereiche in den sonst geschlossenen Waldkomplexen. Daneben stellen künstlich angelegte Tümpel und Weiher (z.B. bei Birkenmoor), feuchte Bergwiesen (Brandesbachtal, Dammbach- und Helltalwiesen) sowie einzelne Steinbrüche und Felsbildungen wertvolle Rauhfußkautz Strukturelemente dar.

Das weitverzweigte Netz der Gebirgsbäche mit begleitenden Schwarzerlen- und Pestwurzbeständen bildet für eine Reihe von Vogelarten sowohl Brut- als auch Nahrungshabitat.
Wasseramsel Die Buchenwälder des Südharzes sind Brutgebiet des Schwarzstorche (mind. 5 BP) und das Hauptverbrei- tungsgebiet von Hohltaube, Waldschnepfe, Schwarz- und Grauspecht.

Am Rand der Grünlandflächen bei Sophienhof brütete die Wacholderdrossel mit 15-20 BP. Auf die Fichtenwälder beschränkt sind die Vorkommen von Rauhfuß- und Sperlingskauz, Tannenhäher und Fichtenkreuzschnabel Naturschutzgebiet Brandesbachtal .


Bemerkenswerte Brutvogelarten sind ferner Wanderfalke, Reiherente und Teichralle. An den Bächen sind Wasseramsel und Gebirgsstelze regelmäßige Brutvögel. Dagegen dringen Kleinspecht und Sumpfrohrsänger nur noch sporadisch bis in die Talauen der unteren Lagen vor. Zahlreiche Vogelarten erreichen am Harzrand ihre vertikale Verbreitungsgrenze (z.B. Nachtigall), wodurch die Zahl der Brutvogelarten auf 75-80 beschränkt bleibt.


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