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Teiche Steinbrücken




Vor der Wende wurden die zwei Teiche westlich von Steinbrücken als Güllespeicher genutzt.
Der Energie und Ausdauer von Richard Krause (1935 - 2015) ist es zu verdanken, dass die "Teiche Steinbrücken" 2011 in das Eigentum der NABU-Stiftung Berlin übergegangen sind.


Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe Berlin hat diese 2 Teiche als wertvollen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten gesichert. Im Jahr 2011 wurden 13,3 Hektar Fläche der Teiche von der Thüringer Landesentwicklungs-gesellschaft für den symbolischen Betrag von 1 € erworben. Inzwischen gehören 23,7 Hektar der NABU-Stiftung Berlin. Sie hat dem NABU Kreisverband Nordhausen mit der Pflege der Umgebung der 2 Teiche beauftragt.
Naturschutzfachliches Ziel der gemeinsamen Bemühungen ist es, die Wald- und Sukzessionsbereiche als vom Menschen möglichst unbeeinflusste Bereiche der natürlichen Entwicklung zu überlassen (eine Pflege oder Nutzung dieser Areale ist nicht beabsichtigt), die verpachteten Flächen auf ordnungsgemäße Nutzung zu kontrollieren und die Lebensraum- und Artenvielfalt zu sichern.


Andraes Hamdorf (Telefon: 036333/777644) ist seit 2016 der ehrenamtliche Vorortbeauftragte der NABU-Stiftung Berlin (auf dem Bild erster von rechts). Seine Aufgabe ist es, das Gelände regelmäßig zu begehen und Kontakt zu dem Nutzer der Hutungsflächen und dem Jagdpächter aufrecht zu erhalten. Auch soll er dafür sorgen, dass illegale Müllablagerungen verhindert bzw. beseitigt werden. Eine weitere Aufgabe besteht darin, Arbeitseinsätze des NABU Kreisverbands Nordhausen für die Durchführung von Pflegearbeiten zu organisieren, was jedes Jahr im November erfolgt. Am 18.11.2017 waren dafür 9 Naturfreunde vor Ort (siehe Bild oben). Sie entfernten Bruchholz und stellten die Begehbarkeit der Wege wieder her.


Bei Fangaktionen mit Stellnetzen in den Jahren 2007 bis 2012 wurden nachstehende 24 Vogelarten nachgewiesen und größtenteils beringt: Bachstelze, Bartmeise, Blaukehlchen, Bluthänfling, Dorngrasmücke, Drosselrohrsänger, Eisvogel, Feldschwirl, Feldsperling, Fitis, Gartengrasmücke, Grauschnäpper, Gimpel, Grünspecht, Hausrotschwanz, Heckenbraunelle, Klappergrasmücke, Mauersegler, Mehlschwalbe, Mönchsgrasmücke, Neuntöter, Rauchschwalbe, Raubwürger, Rohrammer, Schafstelze, Schilfrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Star, Sumpfmeise, Teichrohrsänger, Wasserralle, Weidenmeise, Waldbaumläufer und Zilpzalp.


Oberes Bild Goldregenpfeifer und Kiebitze, unteres Bild links Bruchwasserläufer und rechts Waldwasserläufer.
Die Teiche Steinbrücken stellen nicht nur für Brutvögel wie Schwarz- und Rothalstaucher, Blaukehlchen, Rohrsänger und Rallen einen wichtigen Lebensraum dar, sondern bieten insbesondere einer breiten Vielfalt an Limikolen wertvollen Rastplatz. Fast alle durch Mitteleuropa ziehenden Limikolen wie zum Beispiel, Fluß- und Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel, Regenbrachvogel, Alpenstrandläufer, Temminckstrandläufer, Steinwälzer und Pfuhlschnepfe wurden an den Teichen Steinbrücken beobachtet. Bei der im Winterhalbjahr stattfindenden Wasservogelzählung wurden von 2011 bis 2017 insgesamt 79 Vogelarten gezählt.

HERBERT BUCHHOLZ Tel. 036331/31441



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