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Naturschutz-Projekt "Möwensee" - Vogelbeobachtungsstation



Der Förderverein "Seenplatte der Goldenen Aue" e.V., der sich mit der Nachnutzung und Renaturierung der Bielener Kiesseen auseinandersetzt, fasste den Beschluss, eine nicht mehr genutzte Trafostation der Kieswerke Nordhausen zu einer Vogelbeobachtungsstation auszubauen. Diese Trafostation wurde dem Förderverein zur Nutzung überlassen (Bild 01).








Unter enger Zusammenarbeit mit dem NABU-Kreisverband Nordhausen und dem Verein Nordhäuser Ornithologen wurde dieses Vorhaben verwirklicht.
Am 26.04.2008 wurde die Beobachtungsstation feierlich eröffnet (Bild 02, 03 und 04).



Durch den NABU Kreisverband wurde in den sich im Ober-geschoss befindlichen Raum eine im Allgemeinen natur-schutzbezogene Ausstellung integriert (Bild 05 und 06).
Diese Station ist für Besuchergruppen, wie Schulklassen und Exkursionen für Naturfreunde auf Anfrage zugänglich.










Es werden auch Führungen angeboten, die durch die Zorgeniederung, um den "Möwensee" zur Beobachtungs-station und zu dem Naturschutzprojekt "Krötenteiche", mit einer künstlichen Uferschwalbenkolonie führen.





Im Beobachtungsraum finden Besucher eine große Wandtafel mit dem gesamten Kiesseengebiet (Bild 07) sowie Tafeln und Plakate, die die breite Palette der naturschutzbezogenen Tierwelt zeigt (Bild 08). Weiterhin wird auch die Entwicklung des Projektes "Krötenteiche" mit der Uferschwalbenkolonie auf Tafeln dargestellt.






Durch den Einbau von zwei breiten Fensteröffnungen (Bild 09) kann man den gesamten See überschauen. Mittelpunkt ist eine kleine Insel, die absichtlich für Vögel von den Kieswerken in den 1980er Jahren auf Vorschlag des NABU Kreisverband Nordhausen belassen wurde.





Als Rastgebiet für Wasservögel hat der "Möwensee" eine besondere Bedeutung. Durch seine Tiefe von max. 43 m und dadurch einer etwas höheren Temperatur im Winter-halbjahr, friert er auch bei sehr kalten Temperaturen nie völlig zu (Bild 10). Dies führt dazu, dass sich die Wasser-vögel auf diesen See konzentrieren und die eisfreien Flächen gezielt frei halten.





Hier trifft man als Gäste auch nordische Wasservögel an wie: Prachttaucher, Sterntaucher, Gänse-, Mittel- und Zwergsäger, Pfeif-, Spieß-, Schell- sowie Eiderente und viele andere rastende Arten Bild (11,12 und 13).
Als brütende Wasservögel wurden bisher Nilgans, Bleßralle, Haubentaucher, Stock- und Reiherente sowie auf der Insel Kormoran mit vier Brutversuchen und in den 1980er Jahren Lachmöwen festgestellt.




Die Uferregionen sind zum größten Teil steile Abbruch-kanten mit wenig Verlandungszone, somit schwacher Schilfansatz aber stark verbuscht. Hier brüteten bisher Uferschwalbe, Eisvogel, Beutelmeise und einige Kleinvogelarten.








Im Bereich der Zorgeaue, am Nordrand des Möwensees, sind als Brutvögel Rotmilan, Schwarzmilan, Mäusebussard, Nilgans, Stockente und viele Kleinvogelarten wie Gartenrotschwanz oder Feldsperling bekannt.





Dieses Gebiet wird vom NABU-Kreisverband Nordhausen als Naturschutzprojekt "Möwensee mit Zorgeaue" bearbeitet mit dem Ziel, es eines Tages als Naturschutzgebiet ausweisen zu können.


         Michael Schmeltzer Tel.: 03631/602884








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